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Y-Chromosom
Sind Männer genetisch minderwertig?
 
 
 
 

Kernaussagen dieses Kapitels:

Im Zeitalter des Feminismus wird die These publiziert, das Y-Chromosom sei ein „degenerierter Krüppel“, weil es kleiner ist, als das X-Chromosom. Damit sei bewiesen, dass Männer eine minderwertige Genetik haben.

Tatsächlich ist das Y-Chromosom nicht einfach verkümmert, sondern es hat sich spezialisiert, also angepasst und weiterentwickelt. So hat es beispielsweise die Fähigkeit entwickelt, sich selbst zu reparieren, indem es fehlerhafte Genabschnitte abspaltet – ein Selbstheilungsmechanismus, den man beim X-Chromosom vergeblich sucht.

Für das Überleben der Population ist es wichtig, dass das Y-Chromosom eine geringere genetische Ausstattung hat:

Weiblicher Chromosomensatz (XX):

Befinden sich fehlerhafte Genabschnitte auf einem X-Chromosom, kann das zweite X-Chromosom einspringen. Die Frau wirkt nach außen hin gesund, hat dadurch keinen Überlebens- oder Fortpflanzungsnachteil und vererbt die fehlerhaften Gene weiter. Das ist für die Population nicht weiter tragisch, weil Frauen ihre Gene nicht in dem Maße streuen, wie Männer.

Männlicher Chromosomensatz (XY):

Befinden sich fehlerhafte Genabschnitte auf dem X-Chromosom, die nicht als Kopie auf dem Y-Chromosom vorhanden sind, wird das fehlerhafte Erbgut nach außen hin sichtbar. Der entsprechende Mann hat einen Überlebens- und Fortpflanzungsnachteil und wird gehindert, seine Gene zu streuen.

Dagegen ist ein vitaler Mann mit hoher Wahrscheinlichkeit auch genetisch gesund. Er besitzt einen Überlebens- und Fortpflanzungsvorteil und kann seine Gene streuen, ohne die genetische Gesundheit der Population zu gefährden.


Ist das Y-Chromosom ein degenerierter Krüppel?

Aufgrund seiner verhältnismäßig geringen Größe wird das Y-Chromosom oftmals fälschlicherweise als unterentwickelt, degeneriert oder verkrüppelt dargestellt.

Beispiel:

Der Spiegel, eigentlich ein politisches Magazin, publiziert in seiner beunruhigend faschistoiden Titel-Story(!) „Eine Krankheit namens Mann“ (Ausgabe 38) folgende Aussagen:

-   Das Y-Chromosom ist ein Krüppel.

-   Das vermeintlich starke Geschlecht ist in Wirklichkeit ein Mangelwesen.

-   Männer kommen mit einem eingebauten Defekt zur Welt.

-   Männer erscheinen wie genetisch verkorkste Frauen.

-   Der Mann ist ein schwächliches Geschöpf.

-   Männer sind kostspielig und ineffektiv.

-   Einmal entstanden, wird man die Männer nicht mehr los.

-   Es wäre erschreckend, wenn es letztendlich ohne Männer doch nicht geht.

Anmerkung: Allein ein Artikel mit dem Titel „Eine Krankheit namens Frau“ hätte in unserer „emanzipierten“ Kultur einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Ganz zu schweigen von der Reaktion auf Bezeichnungen wie „Krüppel“, „Mangelwesen“ oder Aussagen wie „Es wäre erschreckend, wenn es letztendlich ohne Frauen doch nicht geht“.


Welchen Überlebensvorteil bringt das Y-Chromosom?

Der weibliche Geschlechtschromosomensatz XX funktioniert nach folgendem Prinzip:

Das eine X-Chromosom stellt eine Sicherheitskopie des anderen dar.

Schleicht sich auf einem X-Chromosom ein Fehler ein, springt die Sicherheitskopie ein.

Auch bei fehlerhafter Genetik (Genotyp) ist in diesem Fall die Frau rein körperlich (Phänotyp) gesund.

Eine Frau, die vom Phänotyp her gesund erscheint, kann fehlerhafte Gene vererben. Das ist kein großer Überlebensnachteil für die Gemeinschaft, da Frauen ihre Gene nicht so massiv streuen können wie Männer.


Der männliche Geschlechtschromosomensatz XY funktioniert nach folgendem Prinzip:

Das Y-Chromosom kann sich selbst reparieren, indem es fehlerhafte Sequenzen einfach abspaltet.

Befindet sich jedoch auf dem X-Chromosom ein Fehler, kann er häufig nicht durch das Y-Chromosom kompensiert werden.

Die fehlerhafte Genetik tritt beim Mann viel wahrscheinlicher auch im Phänotyp auf.

Ein solcher Mann hat ein deutliches Handicap. Wenn er die männliche Lebensweise (Jagd, Kampf etc.) überhaupt überlebt, so wird er zumindest kein Alpha-Mann und streut seine fehlerhafte Genetik kaum oder gar nicht.

Beim Alpha-Mann ist die Wahrscheinlichkeit einer gesunden Genetik recht hoch, so dass es für die Gemeinschaft einen Überlebensvorteil darstellt, wenn er massiv seine Gene streut.

Das Y-Chromosom bring einer Gemeinschaft also einen starken Überlebensvorteil, da es dafür sorgt, dass Männer mit fehlerhafter Genetik ausselektiert werden und keine Frauen durch Schwangerschaft besetzen, die mit einem Alpha-Mann wesentlich überlebensfähigeren Nachwuchs gezeugt hätten.


Ist das Y-Chromosom immer männlich?

Nein. Beispielsweise besitzen bei manchen Fliegen die Weibchen ein Y-Chromosom. Da bei diesen Tieren eine vollkommen andere Lebensweise haben als Menschen, ist in ihrem Fall das der Überlebensvorteil. Immerhin legt ein Fliegenweibchen so viele Eier, dass es Sinn macht, wenn weibliche Fliegen mit schlechter Genetik sterben, bevor sie viele Nachkommen in die Welt setzen, die dann ihrerseits die schlechten Gene weiterverbreiten.

Fest steht, dass es unsinnig ist, zu behaupten, Männlichkeit sei ein Fehler der Natur, den diese dadurch auszumerzen versucht, indem sie durch Schrumpfung des y-Chromosoms die männliche Gattung ausrottet.Oder hat etwa die Natur bei den oben genannten Tieren das weibliche Geschlecht als fehlerhafte Missbildung der Evolution erkannt und versucht diese nun auszurotten, um die Fliegen zu retten?


Warum ist mehr nicht immer besser?

Die menschliche Genetik, egal ob bei Mann oder Frau, ist genau auf den sinnvollen Bedarf abgestimmt. Wie negativ sich eine nicht sinngemäße Veränderung auswirken kann zeigt das Beispiel der Trisomie XXX bzw. Trisomie XYY:

Wenn Männer ein Y-Chromosom zuviel haben (XYY) werden sie unverhältnismäßig groß und aggressiv. Eine Veränderung, die in diesem extremen Maß nicht sinnvoll ist.

Wenn Frauen ein X-Chromosom zuviel haben (XXX) werden sie unverhältnismäßig dumm.

Mehr ist also nicht immer besser!

 

 

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