GeschlechterStudien
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Schmerzhafte Tätowierung

In einem Internetforum wird ein Foto kommentiert, auf dem eine Tätowierung zu sehen ist, dass sich eine Frau in die Leistengegend hat stechen lassen. Ein Mann schreibt bewundernd, dass diese Tätowierung in der Leistengegend ein Beweis sei, dass Frauen schmerzresistenter sind als Männer.

Kommentar:

Es ist bekannt, dass es genug Männer gibt, die ebenfalls in der Leistengegend bzw. am ganzen Körper tätowiert sind. Würde man in jeder Tätowierung, die man bei Mann oder Frau sieht einen Beweis für besondere Schmerzresistenz des betreffenden Geschlechts sehen, müsste man seine Meinung unablässig drehen und wenden wie das sprichwörtliche Fähnchen im Wind.

Dieses Beispiel macht deutlich, dass der Mensch, wenn er einmal ein Vorurteil erlernt und verinnerlicht hat, bestrebt ist, in allen möglichen Dingen eine Bestätigung für sein Vorurteil zu sehen, ohne dies auch nur annähernd kritisch zu hinterfragen.

Die meisten Menschen sind nicht oder nur schwerlich in der Lage, ihre einmal lieb gewonnenen Vorurteile zu hinterfragen. Dieses Phänomen ist in der modernen Psychologie durchaus bekannt und wird dort als „Beharrungseffekt“ bezeichnet. Selbst wenn man solchen Menschen objektive Beweise, wie z. B. die Ergebnisse der Schmerzforschung, vorlegt, werden sie sich drehen und wenden um nicht zugeben zu müssen, dass sie lediglich einem Meinungstrend aufgesessen sind.


 

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